Bibelstunde zu Offenbarung 21,6

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Offenbarung 21,6 (Teil 1) – „Es ist geschehen. Ich bin das A und das O“

Offenbarung 21,6 (Luther 1912): Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.

Bibeltext: Luther-Bibel 1912 (gemeinfrei).

Kernaussagen

  • „Ich mache alles neu“ gilt für die neue Erde und schon jetzt für unser Herz (2. Kor 5,17). Die Wassertaufe ist ein äußeres Zeichen; die eigentliche Erneuerung geschieht durch den Heiligen Geist, der die Liebe Gottes in unser Herz gießt (Mt 3,11; Röm 5,5).
  • Offenbarung 21,5–6 sind direkte, ungefilterte Worte Gottes des Vaters auf dem Thron, ähnlich wie die Zehn Gebote, die Gott selbst geschrieben hat.
  • „Es ist geschehen / vollbracht / vollendet“ steht an den entscheidenden Punkten der Heilsgeschichte: Schöpfung (1. Mose 2,1), Kreuz (Joh 19,30), Ende der Gnadenzeit und siebte Plage (Offb 16,17), Neuschöpfung der Erde (Offb 21,6).
  • Auf jede Vollendung folgt die Ruhe. Der Sabbat ist Zeichen der Schöpfung, der Erlösung, der Heiligung (Hes 20,12) und eine Vorfreude auf die neue Erde (Hebr 4,9).
  • A und O (Alpha und Omega) heißt auf Deutsch eigentlich „A bis Z“: Gott existiert aus sich selbst, ohne Anfang und Ende, und ist darum für alles andere Anfang und Ende (Jes 44,6; 48,12).
  • Der Vater (Offb 1,8) und Jesus (Offb 1,17; 22,13.16) sagen beide von sich: „Ich bin das A und das O.“ Jesus ist genauso Gott wie der Vater.
  • Praktisch: Gott ist auch das A und O unseres Glaubens. Er hat angefangen und wird vollenden, was er begonnen hat (Phil 1,6; Hebr 12,2).

Kernbotschaft

Gott lässt nichts halbfertig liegen. Der unser Leben im Glauben angefangen hat, wird es auch vollenden, wenn wir uns an ihn halten, so gewiss, wie er einmal sagen wird: „Es ist geschehen.“

Die Bibelstellen

Insgesamt 40 Bibelstellen, jeweils mit vollem Luthertext, einer kurzen Erklärung, einer Frage und der Antwort zum Aufklappen.

1. Offenbarung 21,5

Zusammenhang: Rückblick auf Vers 5

5 Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß!

Erklärung: Der auf dem Thron sitzt, ist Gott der Vater. Er will die Erde ganz neu machen und genauso das Herz des Menschen, ohne Reste von Fluch und Sünde. Seine Worte sind wahrhaftig und gewiss.

Frage: Was sagt der, der auf dem Stuhl sitzt, und was soll Johannes tun?

Antwort

„Siehe, ich mache alles neu!“ Johannes soll es aufschreiben, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.

2. 2. Korinther 5,17

Zusammenhang: Neuschöpfung des Herzens

17 Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!

Erklärung: „Ich mache alles neu“ gilt nicht erst für die neue Erde, sondern schon für die Erlösung: Gott schafft ein neues Herz.

Frage: Was ist jemand, der in Christus ist?

Antwort

Eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, alles ist neu geworden.

3. 1. Petrus 3,20–21

Zusammenhang: Die Sintflut als Bild der Taufe

20 die vorzeiten nicht glaubten, da Gott harrte und Geduld hatte zu den Zeiten Noahs, da man die Arche zurüstete, in welcher wenige, das ist acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser; 21 welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott durch die Auferstehung Jesu Christi, …

Erklärung: Die Erde wird zweimal gereinigt: durch das Wasser der Sintflut und nach den tausend Jahren durch das Feuer. Die Sintflut ist ein Vorbild auf die Taufe.

Frage: Wie viele Menschen wurden in der Arche durchs Wasser gerettet, und worauf weist das hin?

Antwort

Acht Seelen; es ist ein Bild für die Taufe.

4. Matthäus 3,11

Zusammenhang: Taufe mit Wasser und mit Geist und Feuer

11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

Erklärung: Das Wasser der Sintflut konnte die Sünde nicht auf Dauer ausrotten; das kann nur das Feuer. Genauso ist die Wassertaufe ein äußeres Zeichen. Die eigentliche Erneuerung geschieht durch den Heiligen Geist.

Frage: Womit wird der taufen, der nach Johannes kommt?

Antwort

Mit dem Heiligen Geist und mit Feuer.

5. Lukas 3,16

Zusammenhang: Parallelstelle im Lukas-Evangelium

16 antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Stärkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, daß ich die Riemen seiner Schuhe auflöse; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen.

Erklärung: Auch Lukas berichtet, dass Jesus nicht nur mit Wasser, sondern mit dem Heiligen Geist und mit Feuer tauft.

Frage: Wer spricht diese Worte und zu wem?

Antwort

Johannes der Täufer, zu allen, die zu ihm kamen.

6. Johannes 3,5–6

Zusammenhang: Geboren aus Wasser und Geist

5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist.

Erklärung: Jesus sagt Nikodemus, dass die neue Geburt aus Wasser und Geist nötig ist. Wasser und Geist gehören zusammen.

Frage: Was ist nötig, um in das Reich Gottes zu kommen?

Antwort

Geboren zu werden aus Wasser und Geist.

7. Hohelied 8,6

Zusammenhang: Warum wird der Geist durch Feuer dargestellt?

6 Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer ist fest wie die Hölle. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN, …

Erklärung: Gottes Liebe ist wie ein Feuer. Wie das Feuer vom Himmel das Opfer verzehrte, auf dem die Sünde lag, so verzehrt Gottes Liebe die Sünde. Wer in einer Ehekrise den anderen noch liebt, will den Grund der Trennung wegnehmen. So liebt Gott den Sünder und hasst deshalb die Sünde.

Frage: Wie wird die Glut der Liebe beschrieben?

Antwort

Sie ist feurig und eine Flamme des HERRN.

8. Jesaja 59,2

Zusammenhang: Die Sünde als Trennungsgrund

2 sondern eure Untugenden scheiden euch und euren Gott voneinander, und eure Sünden verbergen das Angesicht vor euch, daß ihr nicht gehört werdet.

Erklärung: Die Sünde ist der Grund der Trennung zwischen Gott und Mensch. Darum will Gott sie wegnehmen.

Frage: Was scheidet uns von Gott?

Antwort

Unsere Untugenden (Missetaten) und unsere Sünden.

9. Römer 5,5

Zusammenhang: Die Liebe Gottes kommt durch den Heiligen Geist

5 Hoffnung aber läßt nicht zu Schanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben ist.

Erklärung: Die Wassertaufe ist äußerlich, die Taufe mit dem Heiligen Geist geschieht innerlich, im Herzen. Der Geist bringt die Liebe Gottes, entfernt die Sünde und reinigt den Menschen. „Alles neu“ wird nicht durch die Taufe, sondern durch den Heiligen Geist.

Frage: Wohin ist die Liebe Gottes ausgegossen, und durch wen?

Antwort

In unser Herz, durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

10. Apostelgeschichte 19,2–6

Zusammenhang: Taufe und Heiliger Geist gehören zusammen

2 zu denen sprach er: Habt ihr den heiligen Geist empfangen, da ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben auch nie gehört, ob ein heiliger Geist sei. 3 Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr getauft? Sie sprachen: Auf die Taufe des Johannes. 4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und sagte dem Volk, daß sie glauben sollten an den, der nach ihm kommen sollte, das ist an Jesum, daß der Christus sei. 5 Da sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des HERRN Jesu. 6 Und da Paulus die Hände auf sie legte, kam der heilige Geist auf sie, und sie redeten mit Zungen und weissagten.

Erklärung: Paulus traf Jünger, die nur mit der Taufe des Johannes getauft waren, den Heiligen Geist aber noch nicht kannten. Wasser und Geist gehören unmittelbar zusammen.

Frage: Welche Frage stellte Paulus diesen Jüngern?

Antwort

„Habt ihr den heiligen Geist empfangen, da ihr gläubig wurdet?“

11. Offenbarung 19,9

Zusammenhang: Die wahrhaftigen Worte Gottes

9 Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes.

Erklärung: Meistens gibt Gott den Schreibern Gedanken, Visionen und Geschichten, und sie wählen ihre eigenen Worte. Hier, wie in Offenbarung 21,5, haben wir die direkten Worte Gottes.

Frage: Was sagt der Engel über diese Worte?

Antwort

„Dies sind wahrhaftige Worte Gottes.“

12. 2. Mose 31,18

Zusammenhang: Gott schrieb die Zehn Gebote selbst

18 Und da der HERR ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren beschrieben mit dem Finger Gottes.

Erklärung: Bei den Zehn Geboten ließ Gott niemanden schreiben, nicht einmal Engel. Er verwendete menschliche Worte, schrieb aber selbst.

Frage: Womit waren die Tafeln des Zeugnisses beschrieben?

Antwort

Mit dem Finger Gottes.

13. Jesaja 66,2

Zusammenhang: Ehrfurcht vor Gottes Wort

2 Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HERR. Ich sehe aber an den Elenden und der zerbrochenen Geistes ist und der sich fürchtet vor meinem Wort.

Erklärung: Weil wir hier die ungefilterten Worte Gottes haben, sollen wir ihnen mit Ehrfurcht begegnen.

Frage: Wen sieht der HERR an?

Antwort

Den Elenden, den, der zerbrochenen Geistes ist und sich fürchtet vor seinem Wort.

14. Offenbarung 21,6

Zusammenhang: Unser Vers

6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.

Erklärung: „Es ist geschehen“ heißt: Etwas ist zu seinem Ende gekommen, es ist vollbracht. Hier betrachten wir den ersten Teil des Verses: „Es ist geschehen“ und „Ich bin das A und das O“.

Frage: Was sagt Gott zuerst zu Johannes?

Antwort

„Es ist geschehen.“

15. Offenbarung 16,17

Zusammenhang: „Es ist geschehen“ bei der siebten Plage

17 Und der siebente Engel goß aus seine Schale in die Luft; und es ging aus eine Stimme vom Himmel aus dem Stuhl, die sprach: Es ist geschehen.

Erklärung: Mit der siebten Plage kommt die Wiederkunft Jesu. Die menschliche Geschichte, wie wir sie kennen, kommt an ein Ende.

Frage: Wohin goss der siebte Engel seine Schale, und was sprach die Stimme vom Thron?

Antwort

In die Luft; die Stimme sprach: „Es ist geschehen.“

16. Johannes 19,30

Zusammenhang: „Es ist vollbracht“ am Kreuz

30 Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und neigte das Haupt und verschied.

Erklärung: Am Kreuz ist die Erlösung vollbracht. Es ist einer der entscheidenden Momente der Heilsgeschichte.

Frage: Was sprach Jesus, bevor er verschied?

Antwort

„Es ist vollbracht!“

17. 1. Mose 2,1

Zusammenhang: Die Schöpfung ist vollendet

1 Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.

Erklärung: Die Schöpfung ist Gottes Werk; der Mensch arbeitet erst ganz am Ende ein wenig mit, als Adam den Tieren Namen gibt. Dann ist alles vollendet.

Frage: Was wurde vollendet?

Antwort

Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.

18. Hebräer 4,10

Zusammenhang: Gott ruht nach seinem Werk

10 Denn wer zu seiner Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken gleichwie Gott von seinen.

Erklärung: Gott ruht nicht, weil er erschöpft ist, sondern weil er fertig ist und es nichts mehr zu tun gibt.

Frage: Wovon ruht, wer zu Gottes Ruhe gekommen ist?

Antwort

Von seinen Werken, gleichwie Gott von seinen.

19. 1. Mose 2,2–3

Zusammenhang: Gott segnet und heiligt den Sabbat

2 Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte. 3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum daß er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.

Erklärung: Heiligen heißt absondern, besonders machen: Dieser Tag ist anders als die anderen sechs.

Frage: Was tat Gott mit dem siebenten Tag?

Antwort

Er segnete ihn und heiligte ihn, weil er an ihm von allen seinen Werken geruht hatte.

20. 1. Mose 1,22

Zusammenhang: Was „segnen“ bedeutet: die Tiere am fünften Tag

22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden.

Erklärung: Die erste Bedeutung von Segen ist Vermehrung. Als Gott den Sabbat segnete, wollte er, dass es ganz viele Sabbate gibt.

Frage: Was sprach Gott, als er die Fische und Vögel segnete?

Antwort

„Seid fruchtbar und mehrt euch.“

21. 1. Mose 1,28

Zusammenhang: Was „segnen“ bedeutet: die Menschen

28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.

Erklärung: Auch beim Menschen bedeutet Segen zuerst, dass er sich vermehrt. Wenn Gott sein Volk segnet, wird es wie die Sterne am Himmel.

Frage: Was bewirkt der Segen bei den Menschen zuerst?

Antwort

„Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde.“

22. Hesekiel 20,12

Zusammenhang: Der Sabbat als Zeichen der Heiligung

12 Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen, damit sie lernten, daß ich der HERR sei, der sie heiligt.

Erklärung: Am Ende der Gnadenzeit ist die Heiligung der Gläubigen vollendet. Jesus wirft das Räucherfass hin und legt seine priesterlichen Gewänder ab; die Gläubigen sind versiegelt und brauchen keinen Fürsprecher mehr. Darum ist der Sabbat das Zeichen der Versiegelung und der Heiligung.

Frage: Wozu gab Gott seine Sabbate?

Antwort

Zum Zeichen zwischen ihm und ihnen, damit sie lernten, dass er der HERR ist, der sie heiligt.

23. Hesekiel 20,20

Zusammenhang: Der Sabbat als Zeichen

20 und meine Sabbate sollt ihr heiligen, daß sie seien ein Zeichen zwischen mir und euch, damit ihr wisset, das ich der HERR, euer Gott bin.

Erklärung: Der Sabbat ist Zeichen der Schöpfung, der Erlösung, der Heiligung und eine Vorfreude auf die neue Erde.

Frage: Was sollen die geheiligten Sabbate sein?

Antwort

Ein Zeichen zwischen Gott und uns, damit wir wissen, dass er der HERR, unser Gott, ist.

24. Hebräer 4,8–9

Zusammenhang: Die Ruhe, die noch aussteht

8 Denn so Josua hätte sie zur Ruhe gebracht, würde er nicht hernach von einem andern Tage gesagt haben. 9 Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes.

Erklärung: Der Einzug in Kanaan unter Josua war nur ein Vorbild. Die eigentliche Ruhe ist die neue Erde, und sie kommt erst, wenn die Werke vollendet sind.

Frage: Was ist dem Volk Gottes noch vorhanden?

Antwort

Eine Ruhe.

25. Psalm 95,11

Zusammenhang: Die Verheißung der Ruhe besteht weiter

11 daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen.

Erklärung: Weil lange nach Josua noch von Gottes Ruhe gesprochen wird, ist klar: Die Verheißung gilt noch.

Frage: Was schwur Gott über das ungehorsame Volk?

Antwort

„Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen.“

26. Jesaja 44,6

Zusammenhang: „Der Erste und der Letzte“ im Alten Testament

6 So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR Zebaoth: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.

Erklärung: Alpha ist der erste, Omega der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets; auf Deutsch müsste man eigentlich „das A und das Z“ sagen. Gott nennt sich König, Erlöser, der Erste und der Letzte und der einzige Gott.

Frage: Welche Bezeichnungen gibt sich der HERR in diesem Vers?

Antwort

König Israels, Erlöser, HERR Zebaoth, der Erste und der Letzte; außer ihm ist kein Gott.

27. Jesaja 48,12

Zusammenhang: „Ich bin’s“

12 Höre mir zu, Jakob, und du, Israel, mein Berufener: Ich bin's, ich bin der Erste, dazu auch der Letzte.

Erklärung: „Ich bin’s“ kann auch bedeuten: „Ich bin derselbe, ich bin der, der ist.“ Gott existiert aus sich selbst heraus.

Frage: Was sagt Gott über sich zu Jakob und Israel?

Antwort

„Ich bin’s, ich bin der Erste, dazu auch der Letzte.“

28. 2. Mose 3,14

Zusammenhang: „Ich bin, der ich bin“

14 Gott sprach zu Mose: ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE. Und sprach: Also sollst du den Kindern Israel sagen: ICH WERDE SEIN hat mich zu euch gesandt.

Erklärung: Weil Gott keinen Anfang und kein Ende hat, ist er für alles andere Anfang und Ende. Egal was es gibt, er war davor.

Frage: Mit welchem Namen stellt sich Gott Mose vor?

Antwort

„ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE“.

29. Offenbarung 1,8

Zusammenhang: Wer ist das A und das O?

8 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der HERR, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

Erklärung: Hier spricht „der da ist und der da war und der da kommt“. Ein Vergleich mit Vers 4 zeigt, dass damit Gott der Vater gemeint ist.

Frage: Wie bezeichnet sich der, der hier spricht, neben „das A und das O“?

Antwort

Als der, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

30. Offenbarung 1,4–5

Zusammenhang: Ein Bild der Dreieinigkeit

4 Johannes den sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die da sind vor seinem Stuhl, 5 und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborene von den Toten und der Fürst der Könige auf Erden! Der uns geliebt hat und gewaschen von den Sünden mit seinem Blut …

Erklärung: Gnade kommt von dem, „der da ist und der da war und der da kommt“, von den sieben Geistern (dem Heiligen Geist) und von Jesus Christus. Da Jesus und der Geist eigens genannt werden, ist der Erste der Vater.

Frage: Von wem kommen Gnade und Friede?

Antwort

Von dem, der da ist und der da war und der da kommt, von den sieben Geistern vor seinem Stuhl und von Jesus Christus.

31. Jesaja 11,2

Zusammenhang: Die sieben Geister

2 auf welchem wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.

Erklärung: Die sieben Geister sind die siebenfache Ausformung des Heiligen Geistes, der auf dem Messias ruht.

Frage: Welcher Geist wird auf dem Messias ruhen?

Antwort

Der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.

32. Offenbarung 1,11

Zusammenhang: Eine Stelle mit unterschiedlichen Handschriften

11 die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte; und was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien: gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodizea.

Erklärung: Im Textus Receptus (so auch Luther 1912) steht hier „Ich bin das A und das O“, in einigen alten Handschriften und Übersetzungen fehlt es. Hier spricht Jesus, denn Johannes dreht sich um und sieht ihn (Verse 12–13).

Frage: Was soll Johannes mit dem tun, was er sieht?

Antwort

Es in ein Buch schreiben und den sieben Gemeinden in Asien senden.

33. Offenbarung 1,17

Zusammenhang: Jesus: „Ich bin der Erste und der Letzte“

17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie ein Toter; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte …

Erklärung: Hier sagt Jesus eindeutig von sich, dass er der Erste und der Letzte ist.

Frage: Was sagt Jesus zu Johannes, als dieser wie tot zu seinen Füßen fällt?

Antwort

„Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte.“

34. Offenbarung 22,12–13

Zusammenhang: Der Kommende ist das A und das O

12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden. 13 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.

Erklärung: Der, der bald kommt, nennt sich das A und das O. Das ist Jesus.

Frage: Was bringt der Kommende mit?

Antwort

Seinen Lohn, um jedem zu geben, wie seine Werke sein werden.

35. Offenbarung 22,16

Zusammenhang: „Ich, Jesus“

16 Ich, Jesus, habe gesandt meinen Engel, solches zu bezeugen an die Gemeinden. Ich bin die Wurzel des Geschlechts David, der helle Morgenstern.

Erklärung: Hier nennt sich der, der spricht, ausdrücklich Jesus. Also sagt Jesus von sich: „Ich bin das A und das O.“

Frage: Wer hat den Engel zu den Gemeinden gesandt?

Antwort

Jesus selbst.

36. Matthäus 16,27

Zusammenhang: Jesus kommt in der Herrlichkeit des Vaters

27 Denn es wird geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird er einem jeglichen vergelten nach seinen Werken.

Erklärung: Was der Vater über sich sagt, sagt Jesus genauso über sich: Jesus ist genauso Gott wie der Vater; Vater, Sohn und Heiliger Geist haben völlige Macht und sind Anfang und Ende.

Frage: In wessen Herrlichkeit kommt der Menschensohn?

Antwort

In der Herrlichkeit seines Vaters, mit seinen Engeln.

37. Johannes 14,23

Zusammenhang: Gott wohnt im Herzen

23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

Erklärung: Vater und Sohn kommen und wohnen im Herzen dessen, der Jesus liebt. Alle Personen der Gottheit arbeiten zusammen.

Frage: Was verheißt Jesus dem, der ihn liebt und sein Wort hält?

Antwort

Der Vater wird ihn lieben, und sie werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

38. Philipper 1,6

Zusammenhang: Das A und O unseres Glaubens

6 und bin desselben in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi.

Erklärung: Gott ist nicht nur das A und O des Universums, sondern auch unseres persönlichen Glaubens. Niemand kommt von sich aus zu Gott; wer glaubt, glaubt, weil Gott schon angefangen hat.

Frage: Was wird der tun, der das gute Werk in uns angefangen hat?

Antwort

Er wird es auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi.

39. Johannes 3,8

Zusammenhang: Gott fängt an

8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.

Erklärung: Gott hat schon angefangen und zieht uns; wir können ihm nur folgen.

Frage: Was weiß man vom Wind nicht?

Antwort

Woher er kommt und wohin er fährt.

40. Hebräer 12,2

Zusammenhang: Anfänger und Vollender des Glaubens

2 und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens; welcher, da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht und hat sich gesetzt zur Rechten auf den Stuhl Gottes.

Erklärung: Dieselbe Idee wie A und O: Jesus hat das Werk angefangen und wird es vollenden. Wir müssen mit ihm zusammenarbeiten, aber er ist es, der es tut, vom Anfang bis zum Ende.

Frage: Wie wird Jesus in diesem Vers genannt?

Antwort

Der Anfänger und Vollender des Glaubens.

Zum Weiterlesen: Offenbarung 4 und 5 (der Vater auf dem Thron) und Lukas 9,26 (Parallele zu Matthäus 16,27).

Ellen G. White Zitate

Verweis: „Es ist geschehen“ und das Ende der Gnadenzeit

Aussage: Bei Ellen G. White ist der Ruf „Es ist geschehen“ mit dem Ende der Gnadenzeit verbunden.

Zusammenhang: Der Ruf „Es ist geschehen“ steht an den entscheidenden Punkten der Heilsgeschichte. Am Ende der Gnadenzeit ist die Heiligung der Gläubigen vollendet.

Quellen: Ellen G. White, The Great Controversy (dt. „Der große Kampf“), S. 613 (GC 613.2), und Early Writings (dt. „Frühe Schriften“), S. 279 (EW 279); beide abgedruckt in Last Day Events, S. 229 (LDE 229.1 und 229.3), egwwritings.org.

„Then Jesus ceases His intercession in the sanctuary above. He lifts His hands, and with a loud voice says, ‘It is done.’“ (GC 613.2)

„Then I saw Jesus, who had been ministering before the ark containing the ten commandments, throw down the censer. He raised His hands, and with a loud voice said, ‘It is done.’“ (EW 279)

Beide Stellen verbinden den Ruf „Es ist geschehen“ mit dem Ende der Gnadenzeit; Frühe Schriften, S. 279 erwähnt außerdem, wie Jesus das Räucherfass hinwirft.

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