Kapitel 3 – Es ist nie zu spät

Es ist nie zu spät
Das Missionsjahr für Gott war wirklich ein gesegnetes Jahr. Dazu möchte ich eine Missionsgeschichte erzählen. Ich persönlich sah mich selbst als Internetmissionar. Durch das Netz hatte ich die Möglichkeit, direkt in ein Wohnzimmer zu kommen ohne jemals eine Türe bzw. Türschnalle berührt zu haben und das bewunderte und schätze ich so sehr an der Internetmission. Am öftesten kam ich zu alten Menschen, die sich einsam fühlten und mit denen es auch toll war, über Gott zu schreiben oder auch eine Bibelstunde zu machen. Aber in einer irgendeiner Art und Weise führte mich Gott immer weiter in die Tiefen des Internets und ich kam immer mehr und mehr
zu Menschen, mit denen ich in Wirklichkeit nichts mehr zu tun haben wollte. Viele davon hatten Kämpfe mit Süchten der verschiedensten Arten, aber die Mehrheit davon hatte ein wirkliches Drogenproblem. Eines Tages kam ich zu einer Frau, die mir erzählte, dass sie den Sinn im Leben verloren hatte und das es langsam mit ihr zu Ende gehen würde. Als sie mir erzählte, dass sie sich schon Pflanzenschutzmittel spritzte und sie nur noch darauf wartete, dass sich ihre Organe zu zersetzen begangen, damit es endlich mit ihr vorbei wäre, war ich unglaublich schockiert, welche zerstörerische Macht Satan auf die Menschen ausübte.
Somit begann ich zu beten… Ich wollte der jungen Frau unbedingt noch Worte der Hoffnung vermitteln. Sie sollte aufhören, Satan ihr Leben nicht einfach kampflos zu übergeben. Somit begann ich mit ihr zu schreiben, was passieren würde, wenn sie heute sterben würde. Nach einigen Stunden waren wir schon mitten in einer Bibelstunde und ich durfte mich noch weitere 6-7 Tage mit ihr über das Wort Gottes austauschen. Während den Bibelstunden schrieb sie mir, dass sie an Schmerzen leiden würde, sie aber schon damit aufgehört hatte, sich weiteres Pflanzenschutzmittel zu spritzen. Sie wollte wieder regelmäßig ihr Substitol bei der Apotheke holen und langsam von jeglichen Drogen weg kommen. Am 6. oder 7. Tag stand ich am morgens auf und wollte beim gestrigen Bibelthema weiter mit ihr schreiben. Leider bekam ich nie mehr eine Antwort von ihr. Ich durchforstete ihr komplettes Profil um irgendeinen Kontakt wieder aufzubauen. Leider vergebens. Ihr Profil stand aufrecht im Internet, aber es kam nie mehr eine Antwort von ihr. Somit zog ich wieder weiter, dachte aber immer wieder daran, warum ich keine Antwort von ihr bekam. War sie vielleicht wieder rückfällig geworden? War dieses Brennen für Gott schon wieder erloschen, so wie bei so vielen anderen Menschen zuvor?
Ein paar Monate später meldete sich eine Dame in meinem Forum an und man spürte ein regelrechtes Brennen vom Heiligen Geist sowie Missionsgedanken. Ich verfolgte ihre Texte und war oftmals verwundert über die von ihr verfassten Kurzberichte über das Wort Gottes. Nach ein paar Tagen schrieb ich sie an und bedanke mich für die tollen Beiträge. Irgendwann kam die Frage auf, wie sie Gott kennen gelernt hatte. Sie erzählte mir folgende Geschichte, die mir heute noch Gänsehaut bereitet.
Sie wurde am Sterbebett ihrer besten Freundin gläubig. Kurz bevor ihre Freundin starb, war in deren Augen so viel Hoffnung und Zuversicht und sie wollte wissen, was sie so verändert hatte. Am letzten Tag vor ihren Tod, gab sie ihr ihre Bibel weiter und gab ihr mit, sie soll täglich darin lesen, was sie auch gemacht hatte. Durch einen Blick der Hoffnung wurde ein Leben von einem weiteren Menschen gerettet. Sie schrieb mir, auch sie hatte sich auch schon begonnen Pflanzenschutzmittel zu spritzen. Dank sei Gott hatte sie aber das Glück, dass sich ihre Organe noch nicht zu zersetzen begonnen hatten.
Es ist nie zu spät für Mission, es ist nie zu spät!
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